Alte Text, reanimiert
Anlassbezogen werden hier ältere Texte wieder zugänglich gemacht.
Mein Kreuz gehört mir
Vorpann 2025: Es ist immer noch ein Kreuz mit dem Kreuz, bei der bevorstehenden Bundestagswahl vielleicht mehr als jemals zuvor. Der nachfolgende Text ist erstmals vor gut einem Vierteljahrhundert erschienen, am 15. September 1998 in der taz, um genau zu sein.
Vorspann 1998: Nichtwählen verträgt sich durchaus mit intensivem demokratischem Engagement. Es ist mindestens so rational, wie seine Stimme abzugeben. Denn „oben“, wo regiert wird, herrscht sowieso die Irrationalität. Da kann man, statt zu wählen, auch wetten.
Schön war er, der Fernsehabend mit Chips, Bier und Hochrechnungen. Auch wenn ich eine Wette verloren habe. Ich hätte den Bayern für ein paar Jahre eine sozialdemokratische Landesregierung gegönnt; so, wie ich den Hamburgern bei nächster Gelegenheit eine christdemokratische wünsche. Am schlimmsten ist, wenn das Rotationsprinzip der Demokratie nicht funktioniert, die „hohen Tiere“ in dem, was sie machen, stehenbleiben und die Ställe nicht mehr ausgemistet werden.
Deshalb muß auch die alte Bundesregierung weg. Wenn Schröder zweimal dran war – falls er überhaupt einmal dran kommt –, muß er auch weg. Sollte Schröder „drankommen“ und in zwei Legislaturperioden immer noch „dransein“, wähle ich CDU (falls Schröder sie nicht schon selbst gewählt hat). Das heißt: würde ich CDU wählen. In Wirklichkeit geh' ich ja nicht hin. Ich bin noch nie hingegangen. Mein Kreuz gehört mir. Die Wahlbenachrichtigungskarte habe ich schon weggeschmissen. Sorry, nichts mehr zu machen.
Also Wahlboykott? Um Gottes willen. Wieso denn Wahlboykott? Ihr geht doch hin. Das will ich jedenfalls schwer hoffen. Ideal wäre eine Wahlbeteiligung von 99,999999 Prozent. Je mehr Stimmen abgegeben werden, desto weniger fällt die eigene ja ins Gewicht, auch die nicht abgegebene. Je demokratischer die Wahl, desto geringer der Eigenanteil an der Entscheidung. Dann sind alle schuld, und keiner kann was dafür. Und für den Fall, daß es nach Abgabe aller Stimmen außer meiner unentschieden steht, könnt ihr Elfmeterschießen machen oder mich fragen. Ich sag' dann: Nehmt halt den Schröder, aber behaltet ihn nicht so lang.
Nichtwählern wird gern nachgesagt, sie seien „politikverdrossen“ oder nicht reif für die Demokratie oder einfach irrational. 'tschuldigung: alles Blödsinn. Nichtwählen kann sich sehr gut mit intensivem demokratischem Engagement vertragen. Und was die „Rationalität“ betrifft, wage ich hier schlankweg die Behauptung, daß die meisten Leute erstens nicht wissen, wie sie wählen; und zweitens auch gar nicht wissen können, was sie wählen. Wählen ist wie Wetten. Wie bei Pascal, der es unvernünftigerweise für vernünftiger hielt, darauf zu wetten, daß es den lieben Gott gibt, als darauf, daß es ihn nicht gibt.
Daß die Leute nicht wissen, wie sie wählen, können die Leserinnen und Leser sich mit einem einfachen Selbstversuch vor Augen führen. Setzen wir mal voraus, daß „der Wähler“, der sogenannte, einigermaßen weiß, was der Unterschied zwischen der Erst- und der Zweitstimme ist. Aber was ist der Unterschied zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlrecht? Und wie wird bei einer Bundestagswahl gewählt? Na bitte. Keine Ahnung hat er, „der Wähler“, wie Wählen überhaupt geht und wie die Stimmen gezählt und gewertet werden. Er macht einfach munter seine Kreuzchen, und dagegen soll ja auch gar nichts gesagt werden. Das kollektive sonntägliche Kreuzemalen gehört zum festen Ritualrepertoire der Demokratie und stellt das Bindemittel „Legitimation“ zur Verfügung. Mit Entscheidungsrationalität freilich hat es nicht viel zu tun.
Die situationistischen Protestiererchen indessen, die aus der Wahl ein Laientheater machen, gehen im Wolfgangsee baden und wollen dann ihre Stimmen verkaufen. Das ist was für Infantilrebellen vom Schlage eines Schlingensief. Und erst diese komische Nichtwählerpartei, die von ihren Nichtwählern aber doch gewählt werden will. Wie originell. Wie bei „Alice in Wonderland“, wo zwei schräge Typen tagtäglich ihren Nicht-Geburtstag feiern. Ganz verdrießlich könnte ich da werden und aus lauter Nichtwahlverdruß glatt zur Wahl gehen. Bloß, ich hab' ja meine Karte schon weggeschmissen.
Zurück zur Wahl als Wette, festhalten, es wird ernst: Man kann gar nicht wissen, was man wählt – selbst wenn man Parteiprogramme liest, was kein vernünftiger Mensch macht, weil sie nichts wert sind; oder wenn man auf Versammlungen geht und dem weißen Rauschen der Kandidaten zuhört. Übrigens ist ihre Unberechenbarkeit in Situationen, die politische Richtungsentscheidungen verlangen, gar kein böser Wille. Berechenbarkeit und kontrollierbares Auftragshandeln funktionieren unten, oben regiert zwangsläufig der „politische Instinkt“, will sagen: die Irrationalität.
In den Worten des Anthropologen Ernest Gellner: „Die Leistungskraft unserer Gesellschaft hängt daran, daß die richtigen Leute für die richtigen Posten ausgewählt werden [...] Aber wie ist es an der Spitze? Oder wie ist es bei politischen Grundsatzentscheidungen? Umfassende Entscheidungen stellen vor Probleme, die zwangsläufig kompliziert sind und bei denen Erfolg oder Mißerfolg von vielen verschiedenen und auch von miteinander unvereinbaren Gesichtspunkten abhängen. In Ermangelung eines einheitlichen Kriteriums sind wir gezwungen, uns mit Bewertungsverfahren zufriedenzugeben, die unterhalb der ,rationalen‘ Ebene bleiben und eher intuitiver Natur sind.“ (Pflug, Schwert und Buch, München 1993.)
Was also soll rational sein an der Wahl von Kandidaten, die in schwierigen Situationen unvermeidlicherweise Entscheidungen treffen, deren Rationalität fragwürdig ist? Wir können beim Wählen gar nicht wissen, welche Entscheidungen getroffen werden, weil die Gewählten es selbst noch nicht wissen. Wir schließen einfach eine Wette darauf ab, daß der Kandidat, den wir wählen, in schwierigen Situationen seinerseits die Entscheidung wählt, die wir auch gewählt hätten. Und dann warten wir ab, was „hinten rauskommt“, wie unser Kanzler einmal ganz richtig gesagt hat.
All das in Rechnung gestellt, ist Schröder, dem etwas schurkenhaft Opportunistisches anhängt, ein viel ehrlicherer Kandidat als Scharping, der sich immer so streberhaft angestrengt hat, über alles Bescheid zu geben. Schröder bleibt aufrichtig unpräzise und sagt nicht genau, was er tun wird, weil er es eben selbst noch nicht weiß. Sein Programm läßt sich in drei Worte zusammenfassen: Kommt drauf an. Und darauf muß es „der Wähler“ eben ankommen lassen, wenn er auf Rot setzt. Setzt er auf Schwarz, weiß er, was er hat, aber noch nicht, wer auf ihn zukommt.
Es gibt noch einen Grund, warum Wählen wie Wetten ist. Er hängt mit dem unausweichlichen politischen Ästhetizismus der Massendemokratien zusammen. In einem Fünftausend-Einwohner- Dorf wird der Bürgermeister auf einigermaßen vernünftige Weise aufs Schild gehoben, die Leute wissen, mit wem sie es zu tun kriegen. Und haben eine gute Chance, beim Wahlkampf Show und Wahrheit auseinanderzuhalten. Angesichts der sogenannten „hohen Politik“, die in den Massenmedien zur Aufführung gebracht wird, gibt es diese Chance nicht mehr. Der Wähler nutzt sie trotzdem.
In dem interessanten Buch Politik als Theater von Thomas Meyer heißt es: „In den Grenzfällen theatralischer Politikinszenierung, in denen das Als-ob die ganze Regie übernimmt, nähert sich die Wahlentscheidung des Bürgers dem Handlungstyp der Wette.“ Dann: „Der wachsende Inszenierungsverdruß veranlaßt sensible Rationalisten“ (Danke!), „politische Ethiker und unbeugsame Verfechter der Mündigkeitsidee teils zur politischen Stimmenthaltung und teils zur Wahlentscheidung mit zusammengebissenen Zähnen.“ Professor Meyer, einer der politischen Programmierer der SPD, glaubt aber trotzdem, daß der Bürger unter dem Geröll der Kommunikationslügen den Rohstoff der politischen Aussage zutage fördern kann. Jedenfalls bei Schröder – sagt Meyer.
Die Politikwissenschaftlerin Sigrid Baringhorst sagt: „Je komplexer die gesellschaftliche Realität, desto unempfänglicher wird sie für politische Steuerungsinterventionen. [...] Die Herrschaftseliten reagieren auf das daraus resultierende politische Steuerungsdilemma mit einer von den Medien bereitwillig dokumentierten Flucht in den symbolischen Inszenierungszauber.“ (Transit Nr. 13, 1997)
Was also, frag' ich mich, glauben die Leute, was sie wählen, wenn sie glauben, sie wählen. Ich freu' mich auf den nächsten Fernsehabend mit Chips, Bier und Hochrechnungen.
Vergesst Rio! Die Scheinheiligkeit der Wohlstands-Ökos
Vorspann November 2025
33 Jahre nach der Konferenz in Rio fliegen 50.000 (in Worten: Fünfzigtausend) hochrangige Leute aus (fast) aller Welt ins brasilianische Belém an der Amazonasmündung, um das Klima zu retten, ein bißchen.
Vorspann 2024: Dieser Text ist keine Erzählung, sondern ein Pamphlet, erstmals veröffentlicht 1992 im Berliner Stadtmagazin Zitty. Die erneute, leicht überarbeitete und gekürzte, gelegentlich in Klammern [ ] auch aktualisierte Wiedergabe ermöglicht Vergleiche, etwa dazu, wieweit wir es seither (nicht) gebracht haben.
Vorspann 1992: Haben wir etwas anderes erwartet? Aus der größten Konferenz aller Zeiten, der Weltumwelt-Konferenz in Rio de Janeiro, ist ein scheinheiliger Karneval der großen Tiere geworden: Wenn Erste-Welt-Bewohner das Wort 'Öko' in den Mund nehmen, kommt Müll heraus. Eine gemeine Provokation von Bruno Preisendörfer.
Vor, während und nach Rio plaudert der umweltbewußte Mensch in unseren Breitengraden gern über Ozonlöcher, Artensterben, Bevölkerungsexplosion [Weltbevölkerung Anfang der 1990er: knapp fünfeinhalb Milliarden; heute gut acht Milliarden], Regenwaldvernichtung, Meeresverseuchung, Klimazerstörung. Wir sind sehr besorgt um die Erde, jedem Gräslein gehört unser Mitleid. Gerührt schauen wir am Bildschirm dem Robbenbaby ins Auge, mit tiefen Gefühlen gleiten wir auf der Autobahn durch die Wälder. Vorwurfsvoll auf rauchende Fabrikschlote weisend steigern wir den Lebensstandard. In Fernsehspots werben junge Mittelstandsmuttis für Mittelstandswagen mit dem Hinweis auf die Kinder, die einst fragen könnten, was wir für die Umwelt getan haben. [Inzwischen sind diese Kinder selbst zu Mittelstandseltern herangewachsen und fürchten, dass ihre Kinder sie einst fragen könnten, was sie für die Umwelt getan haben.]
Schamloser als die Generation des Holocaust, der wir Jüngeren ankreiden, von nichts gewußt zu haben wollen, richten wir uns, zu keinem Verzicht bereit, bestmöglich im Alltag ein: In vollem Bewußtsein des globalen Unheils, das wir anrichten und das wir uns durch eine zynische Sentimentalität vom Leibe halten. Zum Ausgleich fahren wir auf den Hecks unserer Karossen Indianerweisheiten über gefällte Bäume und vergiftete Flüsse spazieren, und darüber, dass man Geld nicht essen kann.
In 'ökologischen' Schnellfressketten, die jedes Salatblatt einzeln verpacken, findet tagein, tagaus eine Müllorgie statt, die schon verbrecherisch zu nennen ist. In den Regenwäldern werden mit einer Politik der verbrannten Erde riesige Rinderfarmen angelegt. So bringt man es beispielsweise zuwege, dass der Fleischimport der USA ständig anwächst, während der Pro-Kopf-Verbrauch in Zentralamerika inzwischen unter den einer nordamerikanischen Hauskatze gesunken ist.
Man will alles haben, und zwar in Überfülle, und sich dabei doch als Umweltschützer fühlen. Sich einen Dreck darum scherend, dass jedes Auto [auch die inzwischen boomenden Elektrofahrzeuge], jedes Waschmittel, überhaupt jeder Konsumartikel umweltschädlich ist, der eine mehr, der andere weniger, will man umweltfreundlich Auto fahren, umweltfreundlich heizen, umweltfreundlich waschen, umweltfreundlcih konsumieren, umweltfreundlich glücklich sein.
Doch gibt es in unseren Haushalten auch die tätige Unschuld, die in Wahrheit nichts als heilige Einfalt ist. Heldenmütig wird auf die Spülmaschine verzichtet, vereint müllt man getrennt und bekämpft die Blattläuse an der Balkonpflanze tapfer mit Knoblauchsud. Mit dem aufrechten Gang zum Glascontainer [um die herum in der ach so grünen, coolen, hippen Stadt Berlin Straßenmüllkippen wuchern] kauft man sich von Sünden frei wie vor Luther der Chist mit seinen Ablaßbriefchen, mit deren Erlösen die Päpste den Petersdom bauten und Michelangelo bezahlten.
Außerdem hat die Kritik der 'Übervölkerung' Konjunktur. Man zeigt sich über die damit verbundene Umweltbelastung besorgt. Nicht unser gigantischer Energieverbrauch macht die Umwelt kaputt, unsere Autos, unsere Wasch- und Spülmaschinen, die Kühlschränke und überflüssigen Küchengeräte. Nicht unsere überheizten Wohnungen im Winter, die vollklimatisierten gläsernen Bürotürme im Sommer, nicht unsere Urlaubsflüge und der ganze abartige Alltagskonsum, oh nein, die vielen Kinder der Negerin [heute hätte man das N-Wort mit einem Zensursternchen zu versehen] machen den Wohlstandsrassisten ökologisch Kopfzerbrechen. In Indien wird gegenwärtig ein Antischwangerschafts-Impfstoff getestet. Gleichzeitig wird in den Laboren der Industrieländer mit Hundert-Millionen-Aufwand an der Befruchtung im Reagenzglas gearbeitet. Sterilisation in Indien und Afrika, schwarze Leihmütter gegen Gebühr in den USA [bei uns wurden die Leihmütter vor dem russischen Angriffskrieg vor allem in der Ukraine beschafft]. Der moderne Rassismus geht nicht mehr in Stiefeln, sondern im weißen Kittel.
Im übrigen gilt: Des einen Brot ist des andern Tod. Natürlich freuen sich Konsumenten in Deutschland, besonders wenn sie wenig verdienen, viel Miete zahlen und Kinder zu ernähren haben, wenn die großen Kaffeeimporteure die Preise senken. Das geht dann zu Lasten der Produzenten in den Entwicklungsländern, wovon nicht die meistens durch und durch korrupten und überaus egoistischen wirtschaftlichen und politischen Eliten dieser Länder, sondern die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Plantagen betroffen sind.
Die Standardausrede zum Selbstschutz vor all dem fernen Elend läuft meistens so: Wenn ich meine Boulette dünner brate, ist damit irgendwem geholfen? Nein. Aber das ist nur für uns tröstlich. Wenn der Anschnitt meines Brotes hart ist, wird er weggeschnitten und weggeworfen. Ich kann nicht in den Flieger steigen und Brot zum Armen bringen wie die trockene Schrippe zur Ente im Kanal. Genau das ist der Trick, dem wir unser gutes Gewissen beim Genuß zu verdanken haben. Nur dass die Ausrede immer weniger funktioniert. Wir müssen nicht mehr zu den Armen gehen, die Armen kommen zu uns [in einer Anzahl, die sich Anfang der 1990er erst andeutete].
Die Milliarden außerhalb der Industrieländer wollen genau da hin, wo wir schon sind. Und sie haben das verdammte Recht, europäisches Energieverschwendungsniveau, europäische Lebenserwartung und europäischen Wohlstand zu erreichen. Und wenn darüber in zwei, drei Generationen [eine davon ist inzwischen verstrichen] die Erde zugrunde geht.
Wie kommen wir eigentlich dazu, die Zukunft unserer ununungeborenen Urururenkel höher zu bewerten als das gegenwärtige Hungerleiderleben von einer Milliarde Menschen? Was denken wir uns dabei, den täglichen Genuß für uns behalten, aber unsere durch und durch verlogene Sorge um die Zukunft mit den anderen teilen zu wollen? Was gehen das jetzt verhungernde Afrikanermädchen die künftigen Bedürfnisse unserer satten Säuglinge an? Pampers für alle Kinder, meinetwegen mit grünem Punkt. Jeder Familie des indischen 900 Millionen Volks [2023 waren es gut 1,4 Milliarden] ein Kühlschrank. Erst- und Zweitwagen für alle Chinesen [ebenfalls gut 1,4 Milliarden].
Die Entwicklungsländer beginnen damit, die Industrieländer mit dem Verlangen nach Wiedergutmachung zu konfrontieren: "Die armen Nationen können es nicht akzeptieren, daß die Industriestaaten auf ewig einen Anspruch auf 85 % des Welteinkommens und auf den Fortbestand ihres energieintensiven Konsumgebarens erheben", heißt es im Development Report der Vereinten Nationen von 1992. Wollten die Entwicklungsländer auf den gleichen Standard, bräuchte man das 10fache der derzeit verfügbaren fossilen Brennstoffe und das 200fache der Vorkommen an Mineralien. Her damit! [Vor gut zehn Jahren ist ausgerechnet worden, dass die Wirtschaft im Jahr 2100 zweihundertmal so groß sein müsste wie 1950, wenn neun Milliarden Menschen einen Wohlstand hätten wie diejenigen in den OECD-Staaten.]
Die große Umkehr - und das heißt nichts anderes als der große Verzicht - müsste bei uns beginnen. Aber wer hat schon Lust, den Heiligen Franziskus zu machen. "Die Welt gehört dem, der stark genug ist, sie zu ergreifen und mit ihr davon zu laufen." Das schrieb der 'Weimarer Klassiker' Christoph Martin Wieland in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Wir haben die Welt schon lange unter dem Arm, uns holt keiner mehr ein.